Sonntag, Februar 13, 2011

Hoi An - My Son

Ein paar Bilder, Geschichten und Eindrücke aus Hoi An möchte ich unbedingt noch mitgeben.

Japaner und Chinesen lebten in Hoi An in getrennten Stadtteilen, als Grenze gab es die japanische Brücke. Mit dem Bau wurde 1593 im Jahr des Affen begonnen, zwei Jahre später im Jahr des Hundes vollendet.
Die Unesco stufte 1999 die Innenstadt von Hoi An als Weltkulturerbe ein. 
Mehr als 800 Gebäude sind historisch bedeutend.
Dazu gehören auch die alten Kaufmannshäuser, z.B. das Tan-Ky-Haus, es wird seit über 200 Jahren vom selben Clan bewohnt. 

Etwa 10Tage bevor wir nach Hoi An kamen, war noch Hochwasser in der Stadt. Alle Gebäude und Strassen in direkter Flussnähe standen etwa 1/2 bis 1m unter Wasser. Die Geschäfte sind dann geschlossen, alles Inventar wird in den oberen Stock gebracht, die Strassen werden mit Booten befahren.
Doch sobald das Wasser zurückgeht, normalisiert sich das Leben wieder, es wird aufgeräumt, sauber gemacht und weiter geht es.

Was bei uns das Auto ist, ist in Vietnam Mofa, Rad und Rikscha.
Mit dem Rad zur Arbeit, es sind Frauen, die hier auf dem Weg sind.
Wie bei uns Taxis auf Kundschaft warten, sind es hier die Rikschafahrer.
Wer braucht einen Kleinlaster, wenn er ein Mofa mit Anhänger hat - da haben viele Räder Platz.

Brautpaare
 haben wir ganz viele gesehen, beinahe täglich und meist gleich 2, 3 oder noch mehr.
Vietnams Bevölkerung ist sehr jung, mehr als die Hälfte der Einwohner sind nach 1975 geboren.
Der Hochzeitstag für das Brautpaar wird durch Astrologen bestimmt, ausschlaggebend sind die Sternzeichen des Paares.
Die Hochzeitsbilder werden bereits vor der Hochzeit gemacht, denn am Hochzeitstag sind die Säle mit den Bildern des Paares geschmückt.

 
Bereits im Kleinkindalter werden Kindertagesstätten und Vorschulen angeboten.
Die mit unserer Grundschule vergleichbare Grundstufe ist Pflicht und besteht aus 5 Schuljahren, diese Ausbildung ist kostenlos und Pflicht.
Nach diesen 5 Jahren gibts eine Übergangsprüfung zu weiterführenden Schulen, entweder weitere 4 Jahre, die den Weg zur Uni ermöglichen, oder eine Art berufsbegleitende Ausbildung.

Grundsätzlich wird sehr viel Wert auf Bildung aus Ausbildung gelegt und als wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Landes gesehen.


My Son
Die einstige Größe und Bedeutung der Tempelstadt My Son lässt sich nur noch erahnen.
Die Vergänglichkeit einer einstigen Hochkultur wird einem durch die wuchernde Natur vor Augen geführt.

Es ist wenig konkretes über die Cham - Kultur bekannt.
Die Tempelanlage ist hinduistisch geprägt und in verschiedene Gruppen eingeteilt, 

Den Franzosen ist es zu verdanken, dass es zumindest noch Bilder und Dokumentationen der ursprünglichen Anlage gibt. Es wurden 70 eigenständige Bauten identifiziert.

Denn im Vietnamkrieg fielen mehr als zwei Drittel den amerikanischen Bomben zum Opfer.
Wir wurden ausdrücklich darauf hingewiesen, die vorgegebenen Wege nicht zu verlassen, da nicht sichergestellt ist, dass alle amerikanischen Bomben gefunden sind.

 Erst 1980 wurden von einem polnischen Team begonnen die Ruinen zu restaurieren, was teilweise unmöglich ist, da nicht überliefert wurde, wie die Cham die Tempelanlagen ohne Einsatz von Mörtel erbaut haben. Haben Sie Harz mit Muschelsand verwendet oder alle Steine aufeinandergerichtet, mit Erde umhüllt und dann gebrannt, die Wisschenschaft hat nur Vermutungen.

Es ist ein wunderbarer Ort, ein heiliger Ort.
Mitten im Dschungel gelegen, umgeben von Bergen


Meine lieben, ich wünsche einen wundervollen Sonntag. 
Genießt Sonne, wo sie scheint,
Kaffe und Kuchen,
einen Spaziergang an der frischen Luft, 
Sport von der Couch aus
oder wie ich 

ich quäl mich ins Fitness um im Sommer wieder in den Bikini zu passen.

liebste Grüße 
maria







Kommentare:

  1. ...danke liebe Maria, für deine so interessanten Berichte aus dem mir fremden Land.
    Wünsche dir noch einen schönen Sonntagabnend,
    liebe Grüße von Birgitt

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  2. Liebe Maria,

    ich liebe deine Vietnam-Posts!!! Die Brücke hab ich gleich erkannt... war auch schon mal dort... von der Couch aus mit dem Traumschiff;-))
    Diese Tempelanlage ist toll... noch so mitten im Dschungel... bewachsen... einfach urig!!!
    Schönen Sonntagabend und übertreibs net mit der Fitness!!! GGGGLG Ursula

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  3. Oh liebe Maria.. das tat jetzt richtig gut.. bei dem Schmuddelwetter wenigstens ein paar sooo schöne Bilder aus der Wärme anzuschaun..
    Traumhaft ists dort.. ganz ehrlich..
    gggggggggglg Susi

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  4. Liebe Maria, ich sitze hier und schaue mir deine wunderbaren Bilder an und lese deine interessanten Berichte dazu. Ich muss gestehen das ich mich in dieser Geschichte überhaupt nicht auskenne, um so schöner es von Dir so lebendig berichtet zu bekommen.
    Lieben Dank auch für die Glückwünsche und deinen so lieben Kommentar. (Schön das Du Verständnis für mich hast, leider verabschieden sich bei mir zur Zeit fast täglich Leserinnen bei mir, was mich langsam doch ziemlich traurig macht, aber ich kann es nicht ändern und freue mich umso mehr, wenn ich solche lieben Kommentare lese :))
    Dir einen wunderschönen Wochenbeginn und ganz liebe Grüße
    Marlies

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Herzlichen Dank für Eure Kommentare und Anregungen