Sonntag, Januar 29, 2012

Brot backen 1-2012

Einige haben es gelesen in meiner Wunsch-to-do Liste für 2012 steht, dass ich einmal im Monat Brot backen möchte.
Warum? Ich bin mit selbstgebackenen Brot aufgewachsen und in letzter Zeit hab ich immer wieder Probleme, wenn ich "Industriebrot" esse. Um die Messlatte nicht zu hoch zu legen, ist mein Ziel dieses Jahr 12 Brote selbst zu backen, wenn es mehr werden, auch gut. Das Vorhaben ist zudem ziemlich zeitintensiv und das ist auch ein Grund, warum ich es zumindest vorerst nur einmal im Monat Brot backen möchte.

So ganz selbstgebacken ist mein Januarbrot jedoch nicht, ich war eingeladen und durfte beim Brotbacken helfen - ich hoffe Ihr entschuldigt das dieses Mal noch.



Als ich gestern um 9Uhr morgen angekommen bin, war der Teig schon fertig und hat schon auf mich gewartet. Die Vorbereitungen hierzu haben schon am Tag zuvor begonnen, wenn das Mehl gemischt wird, die Stube wird die ganze Nacht geheizt, damit es nicht zu kalt ist. Früh am morgen wurde dann die Hefe angesetzt, zuerst mit ein wenig Mehl gemischt, gehen lassen, dann mit dem restlichen Mehl unterkneten, wieder gehen lassen. Wenn der Teig dann endlich ganz fertig ist, geht es zum ersten Mal schnell.



Die Bäurin reisst den Teig portionsweise auseinander und formt auf dem bemehlten Holzplanken mit geübten Handgriffen einen Laib nach dem anderen. Meine Hände versuchen auch aus einem Teigbatzen ein Brot zu formen. Na ja, das braucht noch üben. Mal hab ich zuviel, dann zuwenig Mehl an den Händen. Entweder drück ich zu fest oder ich roll den Teig über das halbe Brett. Meine Lehrerin macht das halt schon ihr Leben lang, da sitzt jeder Handgriff. Immerhin schaffe ich 4 Laibe zu formen und mach dann erst mal Bilder, damit ich Euch zeigen kann, dass die Geschichte nicht erfunden ist.
45 Laib Brot werden geformt, dann gepickst, gestochen, geschnitten und gewaschen. Auf meine Frage, warum das alles gemacht wird, bekomm ich die Antwort, das hat meine Mutter schon so gemacht, dass hab ich so übernommen - Tradition
Das Ganze hat gerade mal eine gute Stunde gedauert.



Gebacken wird im hofeigenen, mehr als 100 Jahre alten Backhaus.
Schon seit Stunden haben darin die Holzscheite gebrannt, jetzt ist nur Glut und Asche übrig, diese muss nun aus dem Backofen. Sie wird ausgekehrt und dann die Hitze geprüft.

Nun gehts schnell, die nackten, glänzenden Laibe werden von der warmen Stube ins Backhaus getragen und dann schnell in den Backofen eingeschossen. Die Öffnung wird verschlossen und dann heißt es warten.

Nach gut zwei Stunden wird die Luke geöffnet und es entströmt warmer Brotduft. 45 gold braun gebackene Brote schauen mir entgegen. Ich darf ein schnelles Bild machen und schon gehts wieder wie am Fließband weiter. Die Brote werden nochmal mit ein wenig Wasser eingerieben, nochmal kurz in den Ofen zum trocknen und schon sind sie fertig und raus aus dem Ofen.



Weil ich neugierig bin, bekomme ich das erste Brot sofort angeschnitten, es dampft noch ganz leicht, duftet unwahrscheinlich und schmeckt unglaublich unbeschreiblich gut.



Meine selbstgeformten Brote darf ich mitnehmen, genauso die Tips und Kniffe, die mir in den nächsten Monaten beim Brotbacken helfen sollen.

Zu Hause hat sich mein Schatz schon auf das frische Brot gefreut und so besteht das Abendessen aus frisch gebackenen Brot, Butter und Geräucherten - einfach, aber gut.


Liebe Grüße und einen wundervollen Sonntag
Maria

Kommentare:

  1. Liebe Maria,
    Die einfachsten Dinge - sind oft die Besten.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  2. Liebe Maria,
    das Brot sieht ja soo lecker aus.Die Arbeit lohnt sich bestimm!!!
    Ich laboriere gerade auch mmit meinem Magen herum.

    Eine schöne Woche wünscht Dir sternchen

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  3. Liebe Maria,

    das Brotbacken war ein sehr interessantes Thema.

    Vielleicht klappt das Kommentieren wieder. Manchmal nutzt Hartnäckigkeit. Bei dir musste ich auch einen zweiten Anlauf nehmen.

    Herzliche Grüße
    Elisabeth

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  4. Liebe Maria,
    endlich funktioniert das mit dem Kommentieren wieder!
    Ist das ein toller Post!!!!!!!!!!!! bei meinen Eltern im Schwäbischen gibt es in jedem Dorf die öffentlichen Backhäischen, wirklich klasse, aber auch wirklich viel Arbeit. Meine Mama hat sich dann eine Teigmaschine zugelegt, und auch einen Brotbackofen (mit Schamott), auch mit ihren 70 Jahren lässt sie es sich nicht nehmen das tägliche Brot selbst zu backen. Ich schaff das leoder nicht, aber es geht für mich nichts über ein frisches Brot mit Butter!!!!
    Ich hoffe dass dein Weg 2012 in die richtige gewünschte Richtung geht,
    servus, mach´s gut,
    herzlichst
    Gabi

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  5. Mmmmh, dein Foto riecht vielleicht gut!
    Du, meine Mama backt auch immer selber Brot - wir nennen es "Omabrot", weil das Rezept noch von der Oma stammt. Ruf sie mal an und tu dich mit ihr zusammen, wenn du Lust hast. Zu zweit macht es ja viel mehr Spaß!

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  6. ...jetzt habe ich direkt den Duft von frischem Brot in der Nase, liebe Maria,
    und schon wieder Hunger...
    muss ich unbedingt auch mal wieder machen...Brot backen...
    danke für den Impuls...

    lieber GRuß von Birgitt

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  7. ohhhhhhhhhhhhhhhh wir lieben Brot und a Gräucherts mmmmmmmmmmmmmmmmmh.. i komm glei vorbei bei dir.. :O) hach wie herrlich.. ich kann des Brot bis zu uns in die Oberpfalz riechen..
    ich drück dich.. ggggggggggggggglg Susi

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  8. Mei... jetzt hab auch ich den frischen Duft von Brot in der Nase. Herrlich!
    Geht es wieder mit dem Kommentieren? Blogger ändert und ändert... ich denk mal, dass er daran lag.
    Ich wünsch Dir eine schöne Woche, als ich heute am S-Bahnhof den Grossen abgeholt habe, hab ich ganz fest an Dich denken müssen. Hast Du es gespürt?
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  9. Boah, richtig lecker. Man kann das auch gut protionsweise einfrieren.
    LG Sabine

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  10. Hallo liebe Maria,
    deine TO-DO-Liste habe ich mir schon beim letzten Post durchgelesen und Dir ja auch gesagt das Du ja schon etliches fertig hattest. Das mit dem Brot backen ist eine tolle Idee und das hier ist ja nun bildlich festgehalten worden, das es 100%ig selbstgebacken ist, mit Hilfe oder ohne das spielt doch wirklich keine Rolle.
    Das es gut schmeckt glaube ich Dir aufs Wort :))
    Sicher freut sich dein Mann schon auf das nächste selbstgebackene Brot nicht wahr :)))
    sei ganz herzlich gegrüßt von
    Marlies

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  11. liebe maria,
    bei uns wird auch brot selbst gebacken oder kommt direkt vom biohof, die auch selbst backen - 'industrie'- oder 'normales' bäckerbrot kommt nicht mehr ins haus. erstens vertrag ich es nicht und zweitens schmeckt es auch nicht so gut... bei uns gibt es eine tolle mühle mit hofladen, total leckeres mehr, brotgewürz, körner und trockenfrüchte und sauerteig gibt es da - traumhaft. und die 'alte müllerin' (ich glaub das darf sie nicht lesen ;O)) gibt auch gern tipps... viel erfolg beim brotbacken, auch wenns mal schief geht es macht spaß ;O) und je länger man es macht umso schneller geht es, bei mir läuft es inzwischen nebenbei
    lg sandra

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  12. Liebe Maria,
    Danke für deinen lieben Kommentar,anlässlich meines Bloggerburtstages.

    Ein wunderbares ,eisiges Wochenende wünscht sternchen

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Herzlichen Dank für Eure Kommentare und Anregungen