Donnerstag, März 10, 2011

Saigon - Sightseeing

Saigon oder Ho-Chi-Minh-City - wie heißt die Stadt den nun?
Offiziell heißt die Stadt seit 1976 Ho-Chi-Minh-City, doch die meisten nennen die Stadt Saigon.
Der Fluss, an dem die Stadt liegt, nennt sich auch Saigon River.
Ich find auch, dass Saigon auch viel mondäner und geheimnisvoller klingt.

Unser Reiseführer hat uns nach dem Frühstück zum Saigon-Sightseeing abgeholt.

Hauptpostamt
Unser Bus hält im Zentrum beim Hauptpostam und der Kathedrale Notre Dame.
Beides, ein archtektonisches Erbe, das die Franzosen aus der Kolonialzeit hinterliesen.
Entworfen wurde das Gebäude übrigens von Gustav Eiffels Firma, genau der, der auch den Eiffelturm hat bauen lassen.
Im Inneren beeindruckt die kuppelförmige Deckenkonstruktion.
Die Halle ist mit viel Glas gestaltet und dadurch sehr hell.
...und über allem wacht Onkel Ho.

Für eine Arbeitskollegin hab ich Briefmarken mitgenommen - ich denk mal, dass für einen Briefmarkensammler vietnamesische Briefmarken auch nicht alltäglich sind.

Beinah alltäglich sind Brautpaare, wir haben mal wieder bei der Wedding-Picture-Session zugesehen.

Kathedrale Notre Dame
Lange Zeit dominierten die beiden Spitztürme das Stadtbild.
Mittlerweile verschwinden Sie beinahe zwischen den Hochhäusern.
Zum Bau wurden extra auch Steine aus Marseille eingeschifft.

Heiligenschein in Neon



Zusammen mit unserem Reiseführer schlendern wir die Dong Khoi entlang.

Die Flanier- und Shoppingmeile der Luxusklasse.

Hotel
Hotel Continental, berühmt durch den Roman "Der stille Amerikaner" von Graham Green.
Er hat das Buch in diesem Hotel geschrieben.

Caravelle Hotel mit 5 Sternen eines der nobelsten Übernachtungsmöglichkeiten in Saigon.
Das Hotel wurde am Weihnachtsabend 1959 eröffnet.


Hotel Majestic, hier nutzen wir die Gelegenheit und fahren auf die Dachterasse hoch und blicken auf den Saigon River.
Vor uns liegen die "Skyline" sowie der Handelshafen von Saigon.

Ich frag mich heute noch, wie die Jungs da oben balancieren und das Gleichgewicht halten können.
Ganz nebenbei, wie sind die da hoch gekommen, die Leiter dient ja ebenfalls als Standfläche    

Zum Abschluss der Hotel-Tour noch ein Blick auf das Rex Hotel.
Auch hier gibt es eine Dachterasse, die Abends einen Blick auf die Lichter der Stadt ermöglichen.

Hotel de Ville, Sitz des Volkskomitees, Auf dem Platz davor, hat Onkel Ho Platz genommen.
Der Platz ist mit Bonsai-Bäumen und blühenden Sträuchern verschönt.

Wir schwitzen mittlerweile in der Sonne Vietnams und freuen uns auf die kurze Abkühlung im Bus, der uns zum Bin-Tay-Markt bringt.

Vorher aber noch ein Abstecher zur Thien-Hau-Pagode.
Diese Pagode steht im chinesischen Stadtteil Cholon. Ihr liegt die Legende der himmlischen Frau zu Grunde.
Eine Version der Legende erzählt, dass ein junges Mädchen mit Ihren magischen Kräften Vater und Bruder auf wundersame Weise aus Seenot rettete.
Eine andere Version besagt, dass wiederum ein junges Mädchen mit den Männern auf See zum fischen fahren wollte. Die Männer verweigerten Ihr dies jedoch. So konnte sie nur allein mit einem kleinen Boot auf See. Es zog ein schwerer Sturm auf. Ihr Boot allein wurde verschont, alle anderen Boote gingen unter.
Seitdem wird Thien Hau als Schutzpatronin der Seefahrer und Fischer verehrt.

Der Rauch der Räucherspiralen an der Decke sollen die Wünsche zur Göttin bringen und verbreiten zusammen mit den teilweise riesigen Räucherstäbchen eine geheimnisvolle Atmosphäre.

Es ist ein ständiges Kommen und Gehen
Gläubige zünden Räucherstäbchen und sprechen Gebete zu den Göttern


Als wir diesen heiligen Ort verlassen, werden wir sofort wieder vom Treiben der Stadt aufgenommen.
zwischen den Mofas ein Blumenladen auf Rädern.

Mit dem Bus gehts weiter zum Binh-Tay Markt



Auf zwei Ebenen, mit Innenhof und umliegenden Gassen steht ein Marktstand an dem anderen.
Von Reis, Zucker, getrockneten Früchten und Fisch, Fleisch und Geflügel, Süßigkeiten bis hin zu Badeschlappen, Mundschutz, Plastikschüsseln.

Es gibt nichts, was es hier nicht gibt.

Vollgepackte Mofas sind ja mittlerweile ein gewohnter Anblick.
Doch das hier war schon nochmal eine Besonderheit. Wie hält der Fahrer nur das Gleichgewicht?

Nicht alle jungen Frauen schützen sich so extrem gegen Sonne und Abgase.

Ich möchte nicht ausprobieren, wie vielen Kilometer man in dieser Sitzposition fahren kann.

Beim Spaziergang durch die Stadt ist uns auch diese Frau begegnet, sie sammelt Styropor ein.
Wir haben auch viele Menschen beim Sammeln von Papier und Kartonagen beobachtet.
Vieles davon wird wiederverarbeitet und recycelt.

Kein Scherz!
Diese Jungs gibt es wirklich und helfen armen, orientierungslosen Touristen hilfsbereit durch den Straßenverkehr Saigons.
Wie Schiedsrichter, haben Sie eine Trillerpfeife, damit und mit einem kleinen roten Fähnchen bremsen sie Mofas und Autos und begleiten uns über die Straße.

...wer braucht schon ein Bett, wenn er doch ein Mofa hat?

Damit sag ich Guten Abend und dreh nun noch eine kleine Bloggerrunde.
 Maria

Kommentare:

  1. Liebe Maria,

    ach wie schön, und wie vertraut...auf dem Hauptpostamt war ich gaaan z oft, musste ja Briefe in die Heimat schicken und all die anderen Sehenswürdigkeiten, wunderbar...habe heute noch ganz viele Räucherstäbchen von damals...

    Wünsche dir eine schönes, sonniges Wochenende,
    lieber Gruß,
    Sanne

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  2. Liebe Maria ,
    daß sind ja wieder zauberhafte Bilder die Du uns zeigst !!!
    Faszinierende Bauten wie zB. das Hauptpostamt und das Hotel usw. !!!
    Ein Traum !!!
    Liebe Grüße Diana

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  3. Hallo Maria, deine Bilder sind einfach unglaublich, vorallem was das Multifunktionstalent MOFA angeht. Es wird ja alles und Jeder damit befördert, aber wie schnell sind die denn dann, wenn sie dermassen beladen sind?? Und es gibt tatsächlich einen Touristen-auf den richtigen Pfad-Helfer, das ist kein Ehrenamt, sondern ein regulärer Job, was würde man wohl hier dazu sagen?
    Schön das man sowas hier alles erfahren und ansehen kann, obwohl man nicht einen Fuss in dieses Land gesetzt hat :))
    Dir an dieser Stelle mal wieder herzlichen Dank für diesen so ausführlichen Reisebericht
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes hoffentlich sonniges Wochenende und ganz liebe Grüße
    Marlies

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  4. Liebe Maria,
    Deine Bilder sind sooo schön, ich bekomme richtiges Fernweh :-/
    Ja, ich habe mich auch in letzter Zeit immer gewundert warum keiner mehr Bilder in die Blogvorschau einstellt *hihi* Aber wie es scheint geht es jetzt auch so wieder bzw. wenn man wohl zurück auf den alten Editor stellt wird das Bild auch gleich wieder mitgesendet. Hmm, Technik ist manchmal komisch.
    Ich wünsche Dir ein herrliches Wochenende ^^
    Liebe Grüße,
    Alexandra (ehemals die Sturmtänzerin, seit ein paar Tagen Alexalina *hihi*)

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  5. Endlich will ich mich mal bedanken für die vielen schönen Fotos und Deinen spannenden Bericht. Ich weiss gar nicht, was Deinen Texten noch hinzuzufügen ist, aber will Dir Danke sagen für die ganze Mühe, die Du Dir machst!
    Schönen Sonntag noch! Martina

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Herzlichen Dank für Eure Kommentare und Anregungen