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Donnerstag, März 24, 2011

Abschied von Vietnam

um diesen Post drück ich mich schon einige Tage.
Es ist der wahrscheinlich letzte Post über meine Reise nach Vietnam.
Ich hab die 3Wochen sehr genossen, nette Menschen kennengelernt und viele Eindrücke mitgenommen.

Ich freu mich, dass Ihr soviele begleitende Kommentare hinterlassen wurden.
Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen ein neues Bild von Vietnam zeigen konnte.
Vielleicht hab ich auch jemanden inspiriert, dieses Land zu besuchen - es würde mich freuen.

Den letzten Tag in Vietnam hab zusammen mit Sabine verbracht.
Wir haben uns während der Reise kennengelernt und festgestellt, dass wir auf einer ähnlichen Wellenlenge sind.
Sabine und Ihr Bruder waren mir sehr liebe Begleiter auf dieser Reise.
Um so mehr freut es mich, dass ich Stefan als Leser bei mir entdeckt hab - lieben Gruß


Bei einem guten Essen gibts zum Finale immer ein leckeres Dessert.
Darum auch zum Abschluss meiner Vietnam - Reise einen leckeren Schokokuchen mit flüssiger Schokoloade und einem geeisten Latte.


Zum Ende haben wir noch die letzten vietnamesischen Dong ausgegeben
Vorbei die Zeit als Millionär - für 50 € bekommt man etwa 1.5 Mio VND
Eine Flasche Wasser kostet 10.000VND (keine 50Cent), ein Bier etwa 35.000VND


...und nun, meine letzten Bilder und Eindrücke, die ich für heute mitgebracht habe
aber erst mal mussten wir an den Mofas vorbei...

Morgengymnastik im Park

in den Straßen standen z. T. riesige, hohe Bäume

nicht der erste den wir sehen, der sein Mofa für ein Nickerchen nutzt
Badewanne gefällig??

zum letzten mal, die schmalen, hohen Häuser...


Spaziergang durch einige Seitenstraßen

Blick auf des modernste Gebäude Vietnams. Wir haben es "Finger" getauft

viele Klimt, van Gogh, Picassos sind in den Nebenstraße zu finden...

hier, ein paar Straßen weiter gibt es Nähmaschinen zu kaufen


in meinen ersten Posts hab ich bereits Bilder der abenteuerlichsten Stromleitungen gezeigt.
Am letzten Tag haben wir dann gesehen, wie daran oder besser in den Kabeln gearbeitet wird.
Wenn Ihr genau hinseht, seht Ihr auch den 3. Mann







DHL kennt wohl jeder, aber per Mofa hab ich noch keine Zustellung bekommen

natürlich waren wir auch am letzten Tag noch vom Verkehr beeindruckt






 Ein nicht befahrener Radweg, wird mal ganz schnell zum Mofaweg umfunktioniert

Bei diesem Bild glaub ich gleich den Startschuss zum Wettrennen zu hören



Good bye Vietnam
Mit diesem, durchaus typischen, Lächeln verabschiede ich mich von Vietnam.

Es war eine wunderbare Zeit, ein toller Urlaub.

Xin cao 
Maria

Montag, März 14, 2011

Ausflug ins Mekong-Delta

diesesmal berichte ich vom vorletzten Tag meiner 3wöchigen Vietnamreise.
Es geht ins Mekong-Delta, wir sollen das Leben am und mit dem Fluss kennenlernen.


Leben mit dem Fluss - in erster Linie denkt man wohl an Fischfang und Fischzucht, was auch stimmt, aber nicht alles ist.

Ziegelei
  Der Ton zur Ziegelherstellung wird aus brachliegenden Reisfeldern gewonnen.
 
Mit Hilfe solcher Maschinen wird der Ton in längliche Ziegel gepresst. Die Hohlräume der Ziegel dienen allein dazu, einen leichten und schnell trocknenden Ziegel herzustellen, Dämmfähigkeit und Materialbedarf spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Der so geformte Ziegel trocknet dann einige Tage in der Sonne, bevor er in den Brennöfen gebrannt wird. Als Brennmaterial wird Reisstroh verwendet, dass von den Bauern gekauft wird.
Die Asche, die nach dem Brennvorgang zurück bleibt, wird dann wieder als Dünger an die Bauern verkauft.


Kokosnussfabrik
Um an den genießbaren Teil der Kokosnuss zu kommen, entfernen die Männer die dicke, grüne Aussenhaut.
Das Fruchtfleisch wird geraspelt, getrocknet, in Puderzucker gewendet und dann als Knabberzeug verkauft.
Auch Kokosmilch wird daraus gewonnen.
Das Kokoswasser ist auf vielen Inseln, die über keine Quellen verfügen, wichtiger Wasserersatz.
Die Aussenhaut wird zu Kokosfasern verarbeitet, daraus werden dann u.a. Fussabtreter.

Aus dem Fleisch der Kokosnuss wird auch eine Art Kokos-Cany gekocht, abgekühlt, in dünne Platten gewalzt, in Bonbons geschnitten und dann von Hand verpackt.

Später sehen wir wieder Frauen beim weben von Bastmatten.

Da es nicht immer Toiletten gibt, wenn man eine braucht, haben wir uns angewöhnt, keine Gelegenheit auszulassen.
Hinter dieser blauen Plane befindet sich ein geflieste "Nasszelle", genaugenommenn der Boden ist gefliest, die Spülung funktioniert mit einem Plastikschöpfer per Hand, aber auf jeden Fall besser, als sich ins Gebüsch zu schlagen.

Fluss-Impressionen




So eine Flussfahrt macht hungrig, vor allem da wir nach dem Besuch der Candy-Fabrik noch eine kleine Fahrradtour unternommen haben.
Vorbei Kokosnusspalmen und Bananenplantagen, über schmale Stege an Reisfeldern vorbei.
Aus der ferne hören wir Entengeschnatter.

Am Ziel angekommen, erwartet uns ein leckeres Menue.


Das Hihglight war der Elefantenohrfisch, die Haut wir runtergeklappt, so kommt man ans Fleisch.

Von da aus gings zu Fuß auf einem Trampelpfad zu einer kleinen Bootsanlegestelle.
Jeweils zu viert, stiegen wir in die kleinen Boote und wurden über den Fluss geschippert.
Ich bin kein großer Freund solch kleiner Boote, aber ich hatte keine Wahl.

Es waren ausschließlich Frauen, die unsere Boote geführt haben.

 Noch mehr Impressionen



Nach etwa 20 Minuten sind wir an unserem großen Boot und werden von da aus wieder zum Bus gebracht. Etwa zwei Stunden später sind wir wieder in Saigon und bereiten uns auf den letzten Abend in Vietnam vor.

Im Reiseführer haben wir ein Lokal gefunden, dass uns sehr anspricht und gefällt.
Wir machen uns auf den Weg, stellen dann leider fest, dass es das Lokal nicht mehr gibt.
Da es an Lokalen und Restaurants nicht mangelt, ist es nur halb so schlimm.
Per Zufall finden wir eine Art Biergarten - ein Barbecue Garden

Wir sitzen unter freien Himmel, in den Bäumen hängen Lichterketten.
Die Tische haben eine Grillplatte, die mit Gas geheizt wird. Wir bestellen eine gemischte Platte mit rohen Fisch und Gemüse.
Das war ein ausgesprochen leckerer kulinarischer Abschluss einer wunderbaren Reise.


Für den letzten Tag hab ich zusammen mit einer, liebgewonnen, Reisegefährtin, geplant Saigon nochmals selbst zu erkunden.
Wir hatten noch eine Menge Spass - doch davon das nächste Mal.


Ich wünsche Euch allen eine gute und gesunde Woche.
Maria

Donnerstag, März 10, 2011

Saigon - Sightseeing

Saigon oder Ho-Chi-Minh-City - wie heißt die Stadt den nun?
Offiziell heißt die Stadt seit 1976 Ho-Chi-Minh-City, doch die meisten nennen die Stadt Saigon.
Der Fluss, an dem die Stadt liegt, nennt sich auch Saigon River.
Ich find auch, dass Saigon auch viel mondäner und geheimnisvoller klingt.

Unser Reiseführer hat uns nach dem Frühstück zum Saigon-Sightseeing abgeholt.

Hauptpostamt
Unser Bus hält im Zentrum beim Hauptpostam und der Kathedrale Notre Dame.
Beides, ein archtektonisches Erbe, das die Franzosen aus der Kolonialzeit hinterliesen.
Entworfen wurde das Gebäude übrigens von Gustav Eiffels Firma, genau der, der auch den Eiffelturm hat bauen lassen.
Im Inneren beeindruckt die kuppelförmige Deckenkonstruktion.
Die Halle ist mit viel Glas gestaltet und dadurch sehr hell.
...und über allem wacht Onkel Ho.

Für eine Arbeitskollegin hab ich Briefmarken mitgenommen - ich denk mal, dass für einen Briefmarkensammler vietnamesische Briefmarken auch nicht alltäglich sind.

Beinah alltäglich sind Brautpaare, wir haben mal wieder bei der Wedding-Picture-Session zugesehen.

Kathedrale Notre Dame
Lange Zeit dominierten die beiden Spitztürme das Stadtbild.
Mittlerweile verschwinden Sie beinahe zwischen den Hochhäusern.
Zum Bau wurden extra auch Steine aus Marseille eingeschifft.

Heiligenschein in Neon



Zusammen mit unserem Reiseführer schlendern wir die Dong Khoi entlang.

Die Flanier- und Shoppingmeile der Luxusklasse.

Hotel
Hotel Continental, berühmt durch den Roman "Der stille Amerikaner" von Graham Green.
Er hat das Buch in diesem Hotel geschrieben.

Caravelle Hotel mit 5 Sternen eines der nobelsten Übernachtungsmöglichkeiten in Saigon.
Das Hotel wurde am Weihnachtsabend 1959 eröffnet.


Hotel Majestic, hier nutzen wir die Gelegenheit und fahren auf die Dachterasse hoch und blicken auf den Saigon River.
Vor uns liegen die "Skyline" sowie der Handelshafen von Saigon.

Ich frag mich heute noch, wie die Jungs da oben balancieren und das Gleichgewicht halten können.
Ganz nebenbei, wie sind die da hoch gekommen, die Leiter dient ja ebenfalls als Standfläche    

Zum Abschluss der Hotel-Tour noch ein Blick auf das Rex Hotel.
Auch hier gibt es eine Dachterasse, die Abends einen Blick auf die Lichter der Stadt ermöglichen.

Hotel de Ville, Sitz des Volkskomitees, Auf dem Platz davor, hat Onkel Ho Platz genommen.
Der Platz ist mit Bonsai-Bäumen und blühenden Sträuchern verschönt.

Wir schwitzen mittlerweile in der Sonne Vietnams und freuen uns auf die kurze Abkühlung im Bus, der uns zum Bin-Tay-Markt bringt.

Vorher aber noch ein Abstecher zur Thien-Hau-Pagode.
Diese Pagode steht im chinesischen Stadtteil Cholon. Ihr liegt die Legende der himmlischen Frau zu Grunde.
Eine Version der Legende erzählt, dass ein junges Mädchen mit Ihren magischen Kräften Vater und Bruder auf wundersame Weise aus Seenot rettete.
Eine andere Version besagt, dass wiederum ein junges Mädchen mit den Männern auf See zum fischen fahren wollte. Die Männer verweigerten Ihr dies jedoch. So konnte sie nur allein mit einem kleinen Boot auf See. Es zog ein schwerer Sturm auf. Ihr Boot allein wurde verschont, alle anderen Boote gingen unter.
Seitdem wird Thien Hau als Schutzpatronin der Seefahrer und Fischer verehrt.

Der Rauch der Räucherspiralen an der Decke sollen die Wünsche zur Göttin bringen und verbreiten zusammen mit den teilweise riesigen Räucherstäbchen eine geheimnisvolle Atmosphäre.

Es ist ein ständiges Kommen und Gehen
Gläubige zünden Räucherstäbchen und sprechen Gebete zu den Göttern


Als wir diesen heiligen Ort verlassen, werden wir sofort wieder vom Treiben der Stadt aufgenommen.
zwischen den Mofas ein Blumenladen auf Rädern.

Mit dem Bus gehts weiter zum Binh-Tay Markt



Auf zwei Ebenen, mit Innenhof und umliegenden Gassen steht ein Marktstand an dem anderen.
Von Reis, Zucker, getrockneten Früchten und Fisch, Fleisch und Geflügel, Süßigkeiten bis hin zu Badeschlappen, Mundschutz, Plastikschüsseln.

Es gibt nichts, was es hier nicht gibt.

Vollgepackte Mofas sind ja mittlerweile ein gewohnter Anblick.
Doch das hier war schon nochmal eine Besonderheit. Wie hält der Fahrer nur das Gleichgewicht?

Nicht alle jungen Frauen schützen sich so extrem gegen Sonne und Abgase.

Ich möchte nicht ausprobieren, wie vielen Kilometer man in dieser Sitzposition fahren kann.

Beim Spaziergang durch die Stadt ist uns auch diese Frau begegnet, sie sammelt Styropor ein.
Wir haben auch viele Menschen beim Sammeln von Papier und Kartonagen beobachtet.
Vieles davon wird wiederverarbeitet und recycelt.

Kein Scherz!
Diese Jungs gibt es wirklich und helfen armen, orientierungslosen Touristen hilfsbereit durch den Straßenverkehr Saigons.
Wie Schiedsrichter, haben Sie eine Trillerpfeife, damit und mit einem kleinen roten Fähnchen bremsen sie Mofas und Autos und begleiten uns über die Straße.

...wer braucht schon ein Bett, wenn er doch ein Mofa hat?

Damit sag ich Guten Abend und dreh nun noch eine kleine Bloggerrunde.
 Maria