Saigon oder Ho-Chi-Minh-City - wie heißt die Stadt den nun?
Offiziell heißt die Stadt seit 1976 Ho-Chi-Minh-City, doch die meisten nennen die Stadt Saigon.
Der Fluss, an dem die Stadt liegt, nennt sich auch Saigon River.
Ich find auch, dass Saigon auch viel mondäner und geheimnisvoller klingt.
Unser Reiseführer hat uns nach dem Frühstück zum Saigon-Sightseeing abgeholt.
Hauptpostamt
Unser Bus hält im Zentrum beim Hauptpostam und der Kathedrale Notre Dame.
Beides, ein archtektonisches Erbe, das die Franzosen aus der Kolonialzeit hinterliesen.
Entworfen wurde das Gebäude übrigens von Gustav Eiffels Firma, genau der, der auch den Eiffelturm hat bauen lassen.
Im Inneren beeindruckt die kuppelförmige Deckenkonstruktion.
Die Halle ist mit viel Glas gestaltet und dadurch sehr hell.
...und über allem wacht Onkel Ho.
Für eine Arbeitskollegin hab ich Briefmarken mitgenommen - ich denk mal, dass für einen Briefmarkensammler vietnamesische Briefmarken auch nicht alltäglich sind.
Beinah alltäglich sind Brautpaare, wir haben mal wieder bei der Wedding-Picture-Session zugesehen.
Kathedrale Notre Dame
Lange Zeit dominierten die beiden Spitztürme das Stadtbild.
Mittlerweile verschwinden Sie beinahe zwischen den Hochhäusern.
Zum Bau wurden extra auch Steine aus Marseille eingeschifft.
Heiligenschein in Neon
Zusammen mit unserem Reiseführer schlendern wir die Dong Khoi entlang.
Die Flanier- und Shoppingmeile der Luxusklasse.
Hotel
Hotel Continental, berühmt durch den Roman "Der stille Amerikaner" von Graham Green.
Er hat das Buch in diesem Hotel geschrieben.
Caravelle Hotel mit 5 Sternen eines der nobelsten Übernachtungsmöglichkeiten in Saigon.
Das Hotel wurde am Weihnachtsabend 1959 eröffnet.
Hotel Majestic, hier nutzen wir die Gelegenheit und fahren auf die Dachterasse hoch und blicken auf den Saigon River.
Vor uns liegen die "Skyline" sowie der Handelshafen von Saigon.
Ich frag mich heute noch, wie die Jungs da oben balancieren und das Gleichgewicht halten können.
Ganz nebenbei, wie sind die da hoch gekommen, die Leiter dient ja ebenfalls als Standfläche
Zum Abschluss der Hotel-Tour noch ein Blick auf das
Rex Hotel.
Auch hier gibt es eine Dachterasse, die Abends einen Blick auf die Lichter der Stadt ermöglichen.
Hotel de Ville, Sitz des Volkskomitees, Auf dem Platz davor, hat Onkel Ho Platz genommen.
Der Platz ist mit Bonsai-Bäumen und blühenden Sträuchern verschönt.
Wir schwitzen mittlerweile in der Sonne Vietnams und freuen uns auf die kurze Abkühlung im Bus, der uns zum Bin-Tay-Markt bringt.
Vorher aber noch ein Abstecher zur
Thien-Hau-Pagode.
Diese Pagode steht im chinesischen Stadtteil Cholon. Ihr liegt die Legende der himmlischen Frau zu Grunde.
Eine Version der Legende erzählt, dass ein junges Mädchen mit Ihren magischen Kräften Vater und Bruder auf wundersame Weise aus Seenot rettete.
Eine andere Version besagt, dass wiederum ein junges Mädchen mit den Männern auf See zum fischen fahren wollte. Die Männer verweigerten Ihr dies jedoch. So konnte sie nur allein mit einem kleinen Boot auf See. Es zog ein schwerer Sturm auf. Ihr Boot allein wurde verschont, alle anderen Boote gingen unter.
Seitdem wird Thien Hau als Schutzpatronin der Seefahrer und Fischer verehrt.
Der Rauch der Räucherspiralen an der Decke sollen die Wünsche zur Göttin bringen und verbreiten zusammen mit den teilweise riesigen Räucherstäbchen eine geheimnisvolle Atmosphäre.
Es ist ein ständiges Kommen und Gehen
Gläubige zünden Räucherstäbchen und sprechen Gebete zu den Göttern
Als wir diesen heiligen Ort verlassen, werden wir sofort wieder vom Treiben der Stadt aufgenommen.
zwischen den Mofas ein Blumenladen auf Rädern.
Mit dem Bus gehts weiter zum
Binh-Tay Markt
Auf zwei Ebenen, mit Innenhof und umliegenden Gassen steht ein Marktstand an dem anderen.
Von Reis, Zucker, getrockneten Früchten und Fisch, Fleisch und Geflügel, Süßigkeiten bis hin zu Badeschlappen, Mundschutz, Plastikschüsseln.
Es gibt nichts, was es hier nicht gibt.
Vollgepackte Mofas sind ja mittlerweile ein gewohnter Anblick.
Doch das hier war schon nochmal eine Besonderheit. Wie hält der Fahrer nur das Gleichgewicht?
Nicht alle jungen Frauen schützen sich so extrem gegen Sonne und Abgase.
Ich möchte nicht ausprobieren, wie vielen Kilometer man in dieser Sitzposition fahren kann.
Beim Spaziergang durch die Stadt ist uns auch diese Frau begegnet, sie sammelt Styropor ein.
Wir haben auch viele Menschen beim Sammeln von Papier und Kartonagen beobachtet.
Vieles davon wird wiederverarbeitet und recycelt.
Kein Scherz!
Diese Jungs gibt es wirklich und helfen armen, orientierungslosen Touristen hilfsbereit durch den Straßenverkehr Saigons.
Wie Schiedsrichter, haben Sie eine Trillerpfeife, damit und mit einem kleinen roten Fähnchen bremsen sie Mofas und Autos und begleiten uns über die Straße.
...wer braucht schon ein Bett, wenn er doch ein Mofa hat?
Damit sag ich Guten Abend und dreh nun noch eine kleine Bloggerrunde.
Maria