Anfang Januar hab ich beschlossen meinen überflüssigen Pfunden den Kampf anzusagen.
Es geht mir nicht darum, dass in meiner Jeans Größe 36 steht, aber Größe 42 muss es nicht sein.
Den Entschluss hab ich gefasst, als ich meinen Kleiderschrank sortiert hab.
Ich hab das ein und andere, schon länger nicht mehr getragene Stück probiert,
oder soll ich besser sagen, versucht zu probieren.
Wenn dann die Jeans gerade noch bis zu den Oberschenkeln hochgezogen werden kann,
dass zu einer Hochzeit gekaufte Sommerkleid nicht mal mehr ansatzweise zu schließen ist,
bei den schmal geschnittenen T-Shirts, die Röllchen zu Rollen werden.
DANN IST SCHLUSS MIT LUSTIG
Noch am selben Abend hab ich mich bei den Weight Watchers angemeldet.
Ich hab bereits einmal erfolgreich damit abgenommen,
leider hab ich dann meine neu gewonnen Essgewohnheiten Stück für Stück
wieder gegen die alten, schlechten eingetauscht.
Ich esse gerne und wir, mein Schatz und ich, kochen beide auch gerne,
gerne auch deftig und eher mehr als zu wenig.
Ich höre zu wenig auf meinen Körper, wenn er mir sagt, dass er satt ist,
denn es schmeckt doch so gut.
Lange Zeit hab ich mir eingeredet, dass ich halt ein Genußmensch bin,
doch wissentlich zu viel essen, hat nichts mit Genuß zu tun.
Es ist auch falsche Sparsamkeit, alles aufzuessen, nur damit man nichts wegschmeißt,
sinnvoller ist es doch gleich die richtige Menge zu kochen.
Die Entscheidung als solches hab ich allein gefällt, doch mit dem Wissen,
dass mich mein Mann entsprechend unterstützt.
Von Montag bis Donnerstag ist er fürs Abendessen zuständig, die anderen drei Tage koche ich.
Doch an allen Tagen wird seitdem nach Punkten gekocht und gegessen.
Freitag Abend wird ein Wochenplan erstellt, was es die Woche geben soll.
Am Samstag wird dementsprechend eingekauft.
Seitdem gibt es wieder deutlich mehr Gemüse und Obst,
weniger Fleisch und Sättigungsbeilagen.
Die Schokolade in der Arbeit, die leider überall rumsteht,
wird nun durch Äpfel und Reiswaffeln ersetzt.
Natürlich gibts auch mal ein Stück Schoki, aber das genieß ich dann viel bewusster.
Auch ein Glas Wein ist mal erlaubt, aber ich überleg mir vorher, worauf ich dafür verzichte.
Nach nun knapp zwei einhalb Wochen kann ich 2,5kg weniger auf der Waage verzeichnen.
Gut 11kg liegen noch vor mir, bis ich mein Wunschgewicht erreicht hab.
Denn so gern ich den Buddha auf dem Bild mag und er mich beschützt,
möge er mich verstehen, dass ich ihm zwar im Geiste nachstrebe,
doch nicht nach seinem Körperumfang.
Mein Wunsch ist, dass ich ohne Schnappatmung Treppen steige und
ich meine schönen Kleider und Röcke der vergangenen Sommer wieder tragen kann.
Liebe Grüße aus dem bitterkalten Bayern
maria